Eppaner Liedsommer 06.- 13.07.2014

 

1990 kam sie nach Deutschland und wurde Ensemblemitglied des Kölner Opernstudios und anschließend des Staatstheaters in Braunschweig. Während dieser Zeit begann sie ihr umfassendes Repertoire auszubauen, das vom standardmäßigen Mezzosopran-Repertoire der Mozart-Partien, Cherubino in “Le nozze di Figaro “, Dorabella in “ Cosi fan Tutte “, Idamante  in    “Idomeneo“, Zerlina  in “Don Giovani“ und Ramiro in  “La Finte Giardiniera”  bis zum Belcanto wie Aldalgisa  in “ Norma “und Romeo  in “I Capuleti ei Montecchi“. Weiterhin sang sie Partien wie z.B. Diana/Giove in “La Callisto“,  Anna in Kurt Weills “Die Sieben Todsünden“ und Mélisande in   “Pelléas und Mélisande“.  Ihren ersten Octavian in “Der Rosenkavalier“  sang sie unter der Leitung von Ks. Brigitte Fassbaender darauf folgte Carmen  in “Carmen”  und  Brangäne  in “Tristan und Isolde“. Sie arbeitete auch mit Ks. Fassbaender stimmpädagogisch.


Seit 1997 ist Michelle Breedt freischaffend tätig. Sie hat in zahlreichen deutschen Opernhäusern gesungen - darunter in der Münchner Staatsoper, der Semperoper Dresden, der Staatsoper Hamburg und der Deutschen Oper Berlin. Internationale Gasttätigkeiten führten sie u.a. an die Mailänder La Scala, die Wiener Staatsoper, die Salzburger Festspiele, die Bayreuther Festspiele, die Bregenzer Festspiele, der Houston Grand Opera, nach Schanghai, Tokio, Hong Kong, Seoul,  Liceu, New York, ENO London, Rome, Torino, Paris und Amsterdam.


Im Sommer 2000 debütierte sie mit großem Erfolg bei den Bayreuther Festspielen als Magdalene in “Die Meistersinger von Nürnberg“ in der Produktion von Wolfgang Wagner unter dem Dirigat von Christian Thielemann. Darauf folgte eine 14jährige Tätigkeit bei den Bayreuther Festspielen, 2006 als Fricka in neuen  “Der Ring des Nibelungen”  unter Thielemann, Brangäne , 2007 in            “Tristan und Isolde“ unter Peter Schneider und Venus  2012  , in “Tannhäuser” wieder unter dem Dirigat von Thielemann. Michelle Breedt wurde durch die Stadt Bayreuth für ihre langjährige Tätigkeit bei den Festspielen ausgezeichnet.

Mit Residenzverträgen an der Wiener Staatsoper und dem Opernhaus Zürich sang sie weiteres Repertoire ihres Fachs von Mozart über den Bel canto Adalgisa, Eboli bis zum Deutschen Repertoire, Octavian, Komponist, Brangäne.


Im Jahr 2004 sang sie die Partie der Herzogin von Alba in Mentors “Goya“ in einer Wiener Neuproduktion mit Placido Domingo, die inzwischen auch auf DVD vorliegt . Für  die Rolle              “Mutter“ in der Welturaufführung von Cerha’s “Der Riese vom Steinfeld” erhielt Michelle Breedt die “Eberhard Wächter Medaille” der Wiener Staatsoper. Eine  weitere Welturaufführung sorgte für internationale Aufmerksamkeit als “Lisa” in “Die Passagierin“ von Weinberg bei den Bregenzer Festspielen in Jahr 2010 (auch auf DVD erhältlich).


Michelle Breedts Karriere beinhaltet auch eine rege Konzert und Liederabend Tätigkeit. Seit 1997 ist sie ein regelmäßiger Gast bei der berühmten Schubertiade in Schwarzenberg. Sie debütierte mit einem Liederabend bei den Salzburger Festspielen 2004 und kehrte 2005 dorthin zurück. Michelle Breedt ist in der Wigmore Hall in London, in der Berliner Philharmonie und im Schauspielhaus, im Wiener Konzerthaus und Musikverein, sowie regelmäßig in Konzertsälen in Italien, sowie in den USA in der Carnegie Hall zu hören. Ihre Liedbegleiter sind Wolfram Rieger, Helmut Deutsch, Malcolm Martineau, Graham Johnson und Irwin Gage.


Sie hat u.a mit den Dirigenten,  Gerd Albrecht, Dohnanyi, Gatti,  Hannoncourt, Jansons, Phlilp Jordan, Ozawa ,  Rattle , Rilling, Schneider,  Luisi, Tate , Thielemann, Welser-Möst  gearbeitet.


Michelle Breedt besitzt bereits eine umfangreiche Discographie: Ihre Solo - CD “ Shakespeare Inspired “ gewann den goldenen  Deutschen Kritikerpreis und 5 Sterne Diapason im Jahr 2011. Einen weiteren Deutschen Kritikerpreis bekam die Einspielung von Korngolds „Mittsommernachtstraum” unter Gerd Albrecht. Eine Gesamtaufnahme von “La Clemeza di Tito“ auf der sie als Annio zu hören ist, erschien bei Sony . Als DVD - Produktionen liegen neben der erwähnten “Goya” auch Aufnahmen von “Ariadne auf Naxos” , “Chėrubin” , “The Passenger”,  Der Ring des Nibelungen “, Tristan und Isolde “ und “Tannhäuser “ vor .


Neben ihrem Gesangstudium hat Michelle Breedt Gesangspädagogik studiert und unterrichtet  während ihrer gesamten Karriere. Von 2009 bis 2012 war sie Gastprofessorin an der Universität von Stellenbosch tätig, wo sie Gesangunterricht gab, inszenierte und dirigierte . Seit 2013 ist sie Professorin and der Hochschule in München. Meisterkurse gab sie u.a bei „Neue Stimmen“, den Bayreuther Festspielen, dem Richard Strauss Festival, der Internationalen Meistersinger Akademie, dem International Opernstudio Zürich und Bern, bei der Oviedo Oper, der „Musikakademie Tirol Eva Lind“, der Tswana University, der Cape Town Opera School und  der Junger Stiftung Bayreuth-Manfred Jung sowie dem Stuttgarter Opern Studio.


Seit 2016 ist sie auch Gastprofessorin in Bern und unterrichtet zusätzlich beim Opernstudio Zürich.


http://www.michellebreedt.com






Michelle Breedt

Michelle Breedt absolviert mit Cum Laude ihr Gesangstudium an der Universität von Stellenbosch in Südafrika. Nach ersten Engagements an den Opernhäusern in Kapstadt und Pretoria (Lola, Hänsel, Cherubino) setzte sie ihr Studium an der Guidhall School of Music in London fort .